Die Planungen im Quartier Heidestraße (westliche Seite) folgen einer gemeinsamen Stadtlogik von Verwandtschaft und Eigenständigkeit. Die Architektur transformiert in Ausdruck und Maßstab den kulturell spezifischen Kontext der industriellen, gewerblichen Historie des Areals und produziert spezifisch differenzierte Großformen. Die Bauteile weisen alle ein ausgeprägtes Verhältnis im Sinne von Vielfalt in der Einheit und somit einer zusammenhängenden Stadttextur auf. Dieses Stadtverständnis wird zusätzlich durch Betonfassaden unterschiedlicher Einfärbungen und der großmaßstäblichen Behandlung der Baukörper formuliert.
Im Ensemble des Quartiers Heidestraße nimmt das Sondergebiet aufgrund seiner besonderen Lage und Funktion eine Sonderrolle ein und formuliert dies vor allem in seiner herausgehobenen Materialität in Ziegelbauweise.
Der Entwurf des Sondergebietes gliedert das Gebäude in einen urbanen Sockel, der je nach Ausrichtung unterschiedliche Ausprägungen entfaltet und einen aufgehenden Baukörper, der in fassbare Abschnitte durch gebäudehohe Einschnitte gegliedert ist. Das gesamte Erdgeschoss ist überbaut, der Innenhof im 1.OG ist für alle als kleine Parkanlage zugänglich.
Standort
Berlin, Deutschland
Bauherr
Quartier Heidestraße Projekt GmbH, vertreten durch die Taurecon Real Estate Consulting GmbH
Architekten
© ROBERTNEUNTM
Eigene Leistung
Projektleitung, zuständige Geschäftsführung
Typologie
Wohnungen als hochpreisige Mietwohnungen
Büroflächen
Einzelhandel einschließlich Vollsortimenter zur Gebietsversorgung
Tiefgarage, 2 Ebenen
BGF
52.000 m²
Projektteam
Tragwerksplanung, WSK Ingenieure Berlin GmbH
TGA Planung, plan b Beratende Ingenieure, Berlin
Freianlageplaner, Relais Landschaftsarchitekten, Berlin
Bauphysik, Müller BBM, Berlin
Brandschutzplanung, HHP West, Berlin
Bauleitung, CR Schwabe Bauausführung, Berlin
Projektdaten
Wettbewerb: 2016
Planung: 2017 – 2020
Bauzeit: 2018 – 2021